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Die Zinssätze, die angegeben werden, beziehen sich in der Regel auf ein Jahr. Aber wie rechnet man Zinsen für einen kürzeren Zeitraum beispielsweise einige Monate, Wochen oder vielleicht nur einigeTage?

In unserem Jahrhundert bzw. im Zeitalter der PC s sollte es keine Probleme bedeuten, einfach den Bruchteil der Jahres-Zinsen zu ermitteln, der dem Anlage-Zeitraum entspricht.

In der Praxis wird dennoch nicht unbedingt die eigentlich korrekte Anzahl von Kalendartagen herangezogen, wenn die Zinstage ermittelt werden sollen.
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Nebeneinander existieren viele Zins-Methoden bzw. Zinsberechnungs-Methoden, nach denen die Zinstagen-Anzahl zwischen Beginn und Ende eines Zinszahlungs-Zeitraums berechnet wird. Die Unterschiede sind eigentlich nicht allzu groß.

Doch wer diese genau wissen möchte, findet in die folgende Zusammenfassung die üblichen Zins-Methoden näher erläutert.


Hinweis

Die Verbraucherschutz Informationen wurden mit großer Sorgfalt zusammengestellt. Wir können jedoch keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der oben genannten Informationen übernehmen

Deutsche kaufmännische Zins-Methode - 30/360

Von der deutschen kaufmännischen Zins-Methode wird vorgesehen, dass jeder Monat mit 30 Zins-Tagen und ein ganzes Jahr mit 360 Zins-Tagen gerechnet wird. Daher ist für die deutsche kaufmännische Zinsmethode als Abkürzung, die Bezeichnung 30 / 360 üblich. Falls der "Spezial-Fall" eintritt, dass das Ende bzw. Beginn eines Zinszahlungs-Zeitraums auf den 31-en des Monates fällt, wird dieser als der 30-e Kalendartag behandelt.

Dabei gilt für den Febrauar die Regel, dass wenn die Verzinsung am 28-en bzw. 29-en des Monates endet, werden auch die Zinsen bis zu diesem Tag berechnet. Läuft dagegen die Verzinsung über Februar hinaus, so wird auch dieser Monat wie jeder andere mit 30 Tagen gerechnet.

US-amerikanische Zins-Methode – 30(28/29)/360

Von der US - amerikanischen Zins-Methode wird vorgesehen, dass jeder Monat mit 30 Zins-Tagen und ein ganzes Jahr mit 360 Zins-Tagen gerechnet wird. Der Februar wird bei dieser Methode kalendargerecht mit 28 bzw. 29 Zinstagen gerechnet. Daher wird als Abkürzung für diese Zins-Methode auch die Bezeichnung 30(28/29)/360 benutzt.
Die US-Methode unterscheidet sich also von der deutschen Methode lediglich in der Behandlung des Monates Februar.

Englische-Zinsmethode - act/365

Von der englischen Zins-Methode wird vorgesehen, dass die Zins-Tage kalendermässig bestimmt werden. Hierbei wird ein gesamtes Jahr mit 365 Zinst-Tagen gerechnet. Es wird also auch im Fall eines Schaltjahres (366 Tage) mit 365 Tagen gerechnet. Alle anderen Monate entsprechen ihrer kalendargerechten Anzahl von Tagen. Als Abkürzung für diese Zins-Methode wird daher auch die Bezeichnung act/365 benutzt.

Euro-Zinsmethode - act/360

Von der Euro-Zinsmethode (auch als französische Zinsmethode genannt) wird vorgesehen, dass die Zins-Tage kalendargerecht bestimmt werden. Dennoch wird ein Jahr, laut dieser Methode mit nur 360 Zins-Tagen gerechnet. Damit werden einzelne Monate entsprechend ihrer Anzahl von Tagen mit 30 oder 31 Zins-Tagen, bzw. der Februar mit 28 oder 29 Zins-Tagen gerechnet. Zeiträume von einem gesamten Jahr werden aber pauschal als 360 Zins-Tage behandelt. Als Abkürzung für die Euro-Zinsmethode wird daher auch die Bezeichnung act/360 verwendet.

Taggenaue-Zinsmethode (ISMA-Rule) - act/act

Von der Taggenauen Zins-Methode wird vorgesehen, dass die Zinstagen-Anzahl immer kalendargerecht bestimmt wird. Damit werden einzelne Monate entsprechend ihrer Anzahl von Tagen mit 30 oder 31 Zins-Tagen, bzw. der Februar mit 28 oder 29 Zins-Tagen gerechnet. Für ein gesamtes Jahr ergeben sich somit 365 bzw. 366 (Schaltjahr) Zins-Tage. Als Abkürzung für die taggenaue Zinsmethode (auch ISMA-Rule genannt) wird daher auch die Bezeichnung act/act verwendet.

ISMA - International Securities Market Association.
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